Spielbericht: Füchse Berlin II 34: 31 HSG Ostsee N/G (16:15)

March 15, 2026

Nach zuletzt zwei Siegen in Folge wollte die HSG Ostsee N/G den Rückenwind mitnehmen und bei der Reserve der Füchse Berlin, die zugleich als wohl stärkste Handball-Nachwuchsmannschaft der Welt gilt, für eine Überraschung sorgen. Dieses Vorhaben blieb am Ende jedoch erfolglos. Ein wesentlicher Grund: Die HSG Ostsee N/G konnte ihr volles Leistungsvermögen nicht ausschöpfen. „90 Prozent reichen gegen die Jungfüchse, die zu Recht auf dem dritten Tabellenplatz stehen, eben nicht“, resümierte Trainer Finn Meiners nach der Partie.

Vor allem über die zweite Welle kassierte die HSG Ostsee zu viele einfache Gegentore. Auch im Positionsangriff offenbarte der zuletzt so starke Innenblock ungewohnte Probleme. Berliner Kreisläufer Jonas Kofler, der am Ende auf acht Treffer kam, bekam die HSG über die gesamte Spielzeit nie wirklich in den Griff.

HSG Ostsee verschläft den Start in die erste Halbzeit

Bereits in der Anfangsphase zeichnete sich ein klares Bild ab: Die Berliner starteten furios, führten früh mit 4:1 (7. Minute) und bauten ihren Vorsprung bis zur 15. Spielminute auf 10:5 aus. Doch die HSG Ostsee zeigte eine starke Reaktion. Angeführt von einem erneut starken Maximilian Minning im Tor, der in dieser Phase zwei seiner insgesamt drei gehaltenen Siebenmeter parierte, kämpfte sich die Mannschaft mit einem 4:0-Lauf auf 10:9 heran (19. Minute).

In der Folge entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, in dem sich keines der beiden Teams entscheidend absetzen konnte. So ging es mit einer knappen 16:15-Führung für die Berliner in die Halbzeitpause.

HSG Ostsee verschläft auch den Wiederbeginn

Nachdem sich die HSG Ostsee in der ersten Hälfte eindrucksvoll zurückgekämpft und das Momentum scheinbar auf ihre Seite gezogen hatte, misslang erneut der Start – diesmal in die zweite Halbzeit. Ein 6:2-Lauf in den ersten acht Minuten nach dem Seitenwechsel brachte die Gastgeber mit 23:18 in Front.

Doch auch davon ließ sich die Mannschaft von Trainer Finn Meiners nicht entmutigen. Die HSG zeigte Moral, kämpfte sich mehrfach zurück und verkürzte in der 49. sowie in der 54. Minute jeweils auf zwei Tore. Näher heran kam man jedoch nicht mehr. Zu abgezockt agierten die Berliner Talente, die in dieser Saison völlig zu Recht zur Spitzengruppe der Liga gehören. Der 34:31-Endstand war damit unterm Strich verdient.

Trotz der Niederlage nimmt die HSG Ostsee N/G viele positive Erkenntnisse mit. Die Formkurve zeigt weiterhin nach oben. Das kommende spielfreie Wochenende soll nun genutzt werden, um Kräfte zu sammeln und sich bestmöglich auf die verbleibenden sechs Saisonspiele vorzubereiten.