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Die HSG Ostsee N/G schrammt haarscharf an der Sensation vorbei: Beim amtierenden Meister und aktuellen Tabellenführer MTV Braunschweig zeigte die Mannschaft eine bärenstarke Leistung, musste sich am Ende jedoch knapp mit 32:34 (18:16) geschlagen geben. Besonders bitter: Mit Jasper Bruhn, Finn Kretschmer, Tim Claasen und Mikel Geiger Gajate fehlte nahezu die komplette rechte Seite der HSG Ostsee N/G.
HSG Ostsee gewinnt die erste Halbzeit – Nagorsen findet zu alter Stärke zurück
Nach zehn gespielten Minuten sorgte ein Doppelschlag von Linksaußen Nick Deleske für die zwischenzeitliche 8:4-Führung der HSG Ostsee N/G und zwang Braunschweigs Trainer Volker Mudrow früh zur Auszeit. Zwar kämpfte sich der MTV, angeführt von Melf Hagen, der das Handballspielen beim TSV Neustadt – einem der Stammvereine der HSG Ostsee N/G – gelernt hat, Tor um Tor zurück. Die Führung konnte Braunschweig in der ersten Halbzeit jedoch nicht ein einziges Mal übernehmen.
Eines der insgesamt zehn Tore von Melf Hagen führte unmittelbar mit dem Halbzeitbuzzer zum 18:16-Halbzeitstand aus Sicht der HSG Ostsee N/G. Damit gewann Hagen zwar das persönliche Torjägerduell gegen Marius Nagorsen – doch auch der Rückraumspieler der HSG Ostsee setzte ein starkes Ausrufezeichen. Nach langwieriger Verletzungspause hatte Nagorsen zuletzt noch Schwierigkeiten, wieder vollständig in die Spur zu finden. Gegen die Übermannschaft aus Braunschweig platzte nun der Knoten: Ihm gelangen starke neun Treffer.
HSG Ostsee gehen in der Schlussphase die Körner aus
In der zweiten Halbzeit wurde spürbar, dass die HSG Ostsee N/G den zahlreichen Ausfällen im Stammpersonal zunehmend Tribut zollen musste. Zwischen der 36. und 38. Spielminute erzielte Braunschweigs Jan-Bennet Kanning drei Tore in Folge und stellte erstmals auf Ausgleich (21:21).
Die HSG Ostsee ließ sich davon zunächst nicht beeindrucken. Immer wieder waren es Marius Nagorsen und Jannes Farschchi, die Verantwortung übernahmen und gemeinsam auf 17 Tore kamen. Letzterer war es auch, der in der 46. Spielminute die letzte Führung der HSG Ostsee erzielte (25:24).
Anschließend setzte sich jedoch die ganze Erfahrung des Tabellenführers durch. Ein 5:1-Lauf zwischen der 49. und 53. Spielminute sorgte mit dem 30:26 für die Vorentscheidung. Die HSG Ostsee N/G kämpfte bis zum Schluss, konnte aber lediglich noch auf 32:34 verkürzen.
Die Ferne ruft! - HSG Ostsee verabschiedet Torge Klemann
Saisonende heißt auch Abschied nehmen. So auch bei Torge Klemann. Mit ihm verliert die HSG Ostsee N/G einen absoluten Leistungsträger, der bereits früh in der Saison durch eine schwere Verletzung zurückgeworfen wurde. Dieser Ausfall wog schwer. Zwar konnte die HSG Ostsee mit Finn Kretschmer einen hochwertigen Nachfolger verpflichten, dennoch fehlte die energiegeladene Spielweise des Energiebündels Klemann im Spiel der HSG Ostsee spürbar.
Klemann, der nach einem halbjährigen Auslandsaufenthalt im Februar 2025 zur HSG Ostsee stieß und sich prompt als Glücksgriff entwickelte, avancierte schnell zum Leistungsträger und Fanliebling. Nun zieht es ihn für sein Masterstudium erneut ins Ausland – diesmal für mehrere Jahre.
Klemann selbst sagt dazu:
„Ich habe mich dazu entschieden, für meinen Master ins Ausland zu gehen. Eine solche Auslandserfahrung durfte ich bereits machen und sie hat mir persönlich sehr gut gefallen. Leider konnte ich in dieser Saison aufgrund meiner Verletzung nur den Anfang auf dem Spielfeld miterleben und die Mannschaft im Abstiegskampf anschließend nur von hinter der Bank aus anfeuern. Dennoch hatte ich in der Zeit viel Spaß mit der Mannschaft und hoffe auf eine sportlich erfolgreiche Zukunft der HSG Ostsee N/G.“
Geschäftsführer Johann Plate ergänzt:
„Mit Torge verlieren wir einen absoluten Leader, der es durch seine energiereiche Spielweise und seinen absoluten Willen immer wieder geschafft hat, Mitspieler und Zuschauer mitzureißen. Damit war er maßgeblich am letztjährigen Klassenerhalt beteiligt, bei dem er nach seiner Ankunft im Februar unser absoluter Joker war. Dass er in dieser Saison früh ausgefallen ist, wiegt schwer. Auf Torges endgültigen Abgang konnten wir uns rechtzeitig vorbereiten, weil Torge immer mit offenen Karten gespielt hat. Für seinen akademischen Werdegang wünschen wir ihm von ganzem Herzen maximalen Erfolg und freuen uns jetzt schon, wenn Torge uns in den kommenden Semesterferien mal besuchen wird.“