HSG Ostsee mit zwei Big Points im Abstiegskampf

April 13, 2026

Die HSG Ostsee gewinnt das immens wichtige Auswärtsspiel beim Stralsunder HV mit 32:31 (14:17) und sammelt damit zwei ganz wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt. Weil auch die direkte Konkurrenz patzte, konnte sich die HSG Ostsee vorerst von den Abstiegsrängen verabschieden. Nun bietet sich am kommenden Wochenende im Heimspiel gegen den direkten Konkurrenten Oranienburger HC die große Chance, die Tür zum Klassenerhalt weit aufzustoßen. Anwurf ist am 18. April 2026 um 18:30 Uhr in der Neustädter Gogenkroghalle.

Maximilian Minning hält die HSG Ostsee in erster Halbzeit im Spiel

Zunächst deutete allerdings nur wenig auf einen Auswärtssieg der Mannschaft von Trainer Finn Meiners hin. Die Stralsunder fanden gut in die Partie und lagen bis zur 9. Spielminute mit 5:4 in Führung. In dieser Phase war es vor allem Ostsee-Keeper Maximilian Minning, der seine starke Form erneut unter Beweis stellte und gleich vier Stralsunder Angriffe in Serie entschärfte. So hielt er seine Mannschaft im Spiel, die bis zur 15. Minute beim 7:7 den Anschluss wahren konnte.

Als Mats Schramm die HSG Ostsee in der 23. Minute mit 12:11 in Führung brachte, schien das Momentum kurzzeitig auf Seiten der Gäste zu kippen. Doch ein anschließender 6:2-Lauf der Gastgeber sorgte dafür, dass der Stralsunder HV mit einer 17:14-Führung in die Halbzeit ging und bereits wie der sichere Sieger wirkte.

Magische zehn Minuten drehen das Spiel komplett

Auch nach dem Seitenwechsel nahmen die Gastgeber ihren Schwung zunächst mit. In der 35. Spielminute erhöhte Stralsund auf 21:16, die Partie schien entschieden, zumal die HSG Ostsee zu diesem Zeitpunkt sogar in doppelter Unterzahl agieren musste.

Doch was dann folgte, war kaum in Worte zu fassen. Angetrieben von einem kleinen, aber lautstarken Auswärtsblock mit gerade einmal zehn Fans, der es stimmungstechnisch mit über 800 Stralsunder Anhängern aufnahm, spielte sich die HSG Ostsee in einen regelrechten Rausch. Zwischen der 35. und 45. Minute legte die Mannschaft einen unglaublichen 10:0-Lauf aufs Parkett und drehte einen 16:21-Rückstand in eine 26:21-Führung.

Die erste Auszeit von SHV-Trainer Norman Flödl in dieser Phase blieb ohne Wirkung, erst die zweite brachte die Gastgeber zurück ins Spiel. Tor um Tor kämpfte sich Stralsund wieder heran, doch die Führung konnten die Hausherren nicht mehr zurückerobern. Maßgeblichen Anteil daran hatte einmal mehr der überragende Innenblock um Noah Moussa und Mathis Bruhn, der in der Schlussphase entscheidende Akzente in der Defensive setzte. Am Ende wurde es zwar noch einmal dramatisch, doch die HSG Ostsee brachte den Vorsprung über die Zeit und feierte mit dem 32:31 einen enorm wichtigen Auswärtssieg.