Die HSG Ostsee hat im Abstiegskampf ein echtes Ausrufezeichen gesetzt: Gegen die Profi-Mannschaft des HC Empor Rostock holte das Team von Trainer Finn Meiners einen enorm wichtigen und durchaus unerwarteten Punkt. Damit verbessert sich die Ausgangslage im Kampf um den Klassenerhalt spürbar.
Aus den vergangenen vier Spielen sammelte die HSG Ostsee nun starke 5:3 Punkte. Lediglich gegen die favorisierten Jungfüchse musste man sich knapp geschlagen geben. Jetzt gilt es, am kommenden Osterwochenende die Kräfte zu bündeln, um im fulminanten Saisonendspurt nochmals alles in die Waagschale zu werfen.
Umkämpfte erste Halbzeit
Von der ersten Minute an deutete sich an, dass es ein enges und hart umkämpftes Spiel werden würde. Schlag auf Schlag, Tor um Tor entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. In den ersten fünfzehn Minuten war es vor allem Nick Deleske, der die HSG mit vier Treffern im Spiel hielt und zum 8:8 ausglich.
Anschließend schien der Gast seiner Favoritenrolle zunächst gerecht zu werden. Zweimal setzte sich der HC Empor Rostock mit zwei Toren ab, zweimal kämpfte sich die HSG Ostsee jedoch zurück und stellte den Ausgleich wieder her. So blieb es bis zur Pause ein intensives Hin und Her, ehe sich die Gäste mit einer knappen 18:17-Führung in die Halbzeit verabschiedeten.
Zwei Traumtore sichern der HSG einen ganz wichtigen Punkt
Auch nach dem Seitenwechsel ging es genau dort weiter, wo die erste Halbzeit aufgehört hatte: mit offenem Visier. In der 35. Spielminute brachte der überragende Nick Deleske die HSG Ostsee sogar mit 21:20 in Führung. Doch ein 4:0-Lauf der Gäste ließ die Hoffnung auf eine Überraschung zunächst wieder schwinden.
Die Mannschaft um Kapitän Alexander Mendle gab sich jedoch zu keinem Zeitpunkt auf. Stück für Stück arbeitete sich die HSG zurück in die Partie, bis Mendle selbst in der 53. Minute zum 30:30 ausglich. Doch auch danach blieb es dramatisch: 90 Sekunden vor dem Ende setzte sich der HC Empor Rostock erneut auf zwei Tore zum 31:33 ab.
Dann nahm HSG-Trainer Finn Meiners die Auszeit — und griff ganz tief in die Trickkiste. Zunächst verkürzte die HSG mit einem spektakulären Doppel-Kempa auf 32:33. Im letzten Angriff dann der nächste Geniestreich: Der Ball gelangte auf Rechtsaußen zu Finn Kretschmer, der erst vor Kurzem ligaunabhängig verlängert hatte. Kretschmer stieg hoch, warf den Ball hinter dem Rücken ins kurze Eck — 33:33! Abpfiff!
Die HSG Ostsee sichert sich einen ganz wichtigen Punkt im Abstiegskampf — und das auf spektakuläre Weise.