
Den Verantwortlichen der HSG Ostsee N/G ist ein absoluter Coup gelungen: Rechtsaußen Finn Kretschmer wird auch in der kommenden Saison das Trikot der HSG Ostsee N/G tragen – und das unabhängig von der Ligazugehörigkeit.
Der erfahrene Rechtsaußen, der auf seiner Position zu den stärksten Spielern der Liga gehört, begründet seine Entscheidung wie folgt:
„Nach meiner Zeit beim VfL hatte ich eigentlich geplant, mich zunächst stärker auf meine berufliche Karriere zu konzentrieren. Durch den Ausfall von Torge (Klemann) hat sich dann kurzfristig die Möglichkeit ergeben, als Interimslösung einzuspringen. Schon beim ersten Training bei der HSG Ostsee habe ich jedoch gespürt, wie sehr mir der Handball gefehlt hat.
Das Umfeld, der Verein und vor allem die Mannschaft leben diesen Sport mit großer Leidenschaft. Genau diese Energie hat mich sofort wieder gepackt. In den Gesprächen mit Johann (Plate) habe ich sehr gehofft, dass auch der Verein sich eine weitere Zusammenarbeit vorstellen kann.
Ich fühle mich hier unglaublich wohl und habe gleichzeitig die Möglichkeit, den Leistungssport sehr gut mit meinem Beruf zu verbinden. Deshalb möchte ich gemeinsam mit diesem Verein die nächsten Schritte gehen – ganz bewusst ligaunabhängig. Mir ist es wichtig, damit auch ein klares Zeichen an unsere Fans und Sponsoren zu senden: Ich bin nicht hier, um meine Karriere langsam ausklingen zu lassen, sondern weil ich weiterhin erfolgreich mit der HSG sein will. Ich möchte mit diesem Team alles investieren, was möglich ist, und gemeinsam mit der HSG Ostsee noch viele besondere Momente und Erfolge feiern.“
Kretschmer setzt klares Zeichen – Plate spricht vom „Perfect Match“
Dass Kretschmer sich frühzeitig zu einem ligaunabhängigen Verbleib entschieden hat, stand intern bereits länger fest – und das noch lange vor den vergangenen beiden Siegen.
Damit setzt der Führungsspieler ein deutliches Zeichen. Darüber freut sich auch der Geschäftsführer der Spielbetriebsgesellschaft und interimsmäßige sportliche Leiter Johann Plate:
„Finn ist ein absoluter Glücksgriff für uns. Bereits seit der ersten Sekunde hat er unser Projekt vollkommen verstanden. Er hat sofort erkannt, was für ein Kraftakt die 3. Liga für die Mannschaft auf und neben dem Feld bedeutet.
Dass sich ein Spieler seines Kalibers so früh – und trotz einer zu diesem Zeitpunkt sportlich maximal prekären Situation – zu uns bekannt hat, ist überragend. Wie sehr Finn für die HSG brennt, wird auch dadurch deutlich, dass ich mich mit kaum einem Spieler so intensiv über mögliche nächste Schritte und Entwicklungen austausche wie mit ihm.
Sein Feuer ist enorm wichtig für uns – Kretschmer und die HSG Ostsee sind einfach ein „Perfect Match.“
Ostsee-Kogge nimmt Kurs auf den Fuchsbau
Mit vier Punkten aus den vergangenen beiden Spielen im Gepäck nimmt die HSG Ostsee N/G nun Kurs auf den Fuchsbau, die Spielstätte der U23 der Füchse Berlin.
Die Berliner Jungfüchse spielen eine enorm starke Saison und stehen aktuell verdient auf Tabellenplatz drei. Die Nachwuchsmannschaft der Füchse gilt seit Jahren als eine der stärksten Talentschmieden im internationalen Handball.
Entsprechend gewarnt werden die Männer von Trainer Finn Meiners in Berlin auftreten. Zwar erinnert man sich noch gut an das Hinspiel, in dem man den möglichen Ausgleich im letzten Angriff des Spiels buchstäblich in der eigenen Hand hatte – dennoch reist die HSG nicht chancenlos in die Hauptstadt.
Im Wissen um die zuletzt wiedergefundene Stärke möchte die Mannschaft auch beim haushohen Favoriten für eine Überraschung sorgen und die nächsten überlebenswichtigen Punkte im Kampf um den Klassenerhalt einsammeln.