HSG Ostsee bietet Berliner Bundesligareserve Paroli

Spielbericht 24. Spieltag

Bei den Füchsen Berlin II hat die HSG Ostsee alles gegeben, sich jedoch trotzdem knapp mit 25:28 geschlagen geben müssen. Die Partie startete direkt schnell und dynamisch, in der dritten Minute ging die HSG mit 2:1 in Führung. Die Mannschaft um Trainer Tobias Schröder zeigte Selbstbewusstsein, spielte vorne gut miteinander und gestaltete das Spiel lebhaft. Doch die Berliner begegneten den Ostholsteinern auf Augenhöhe, gingen erstmals beim 4:3 (9.) in Führung. Aber Ostsee glich mit 5:5 (14.) und sieben Minuten später beim 7:7 aus. Das Team blieb dran und gewährte es den Gastgebern nicht, den Abstand auszubauen, die beiden kurzzeitigen 3-Tore-Führungen von 12:9 (28.) und 13:10 (30.) konnten Alex Mendle (29.) und kurz darauf Piet Möller dann mit

dem Pausenpfiff auf jeweils zwei verkürzen. In den ersten Minuten der zweiten Hälfte ließ die HSG den Füchsen keine Chance, sich weiter abzusetzen und glich in der 33. zum 13:13 aus, doch kassierte umgekehrt in den folgenden vier Minuten vier Gegentreffer (17:13). Dies brachte die Jungs jedoch nicht dazu, die Köpfe in den Sand zu stecken. Sie kämpften weiter und verkürzten auf 17:16 (39.). Auch eine erneute Differenz von vier Toren (41.) änderte nichts an der Moral der Mannschaft, die dran blieb. Einen großen Anteil daran hatte auch Torhüter Henning Rost, der mit sechzehn Paraden im Spiel glänzte. Genauso wie die Abwehr vor ihm, die sich im Vergleich zu vorherigen Spielen merklich verbessert hatte und einiges in der Rückwärtsbewegung herausholen sowie Tempogegenstöße einleiten konnte. "Unsere Abwehrarbeit war sehr gut", lobte Schröder. "Und mit Henning hatten wir einen tollen Torhüter hinten stehen!" Zudem habe man vorne gut und länger das zuvor im Training erarbeitete eigene Spiel spielen können. So gelang dann schließlich auch Max Mißling in der 55. Minute der Ausgleich zum 24:24, doch aufgrund von sich einschleichenden Fehlern im Abschluss und im Anspiel gelang es Ostsee nicht, in Führung zu gehen und nach einem weiteren Führungstreffer der Bundesligareserve wenige Sekunden später auch nicht mehr, in den entscheidenden Situationen einen Ausgleich zu erzielen und sich so mit einem Punktgewinn für die gezeigte Leistung zu belohnen. "Da haben wir es leider nicht mehr geschafft, die Big Points zu machen, haben vereinzelt freie Würfe liegen gelassen und technische Fehler gemacht", so Schröder weiter. "Aber es war eine deutliche Entwicklung nach oben zu sehen, und dass es jetzt in diese Richtung geht, ist sehr wichtig." Mit gestärktem Selbstvertrauen geht es dann am nächsten Samstag zu Hause gegen den TSV Altenholz. Füchse Berlin Rheinickendorf II: Eres, König - Skroblien 9, Genty 7, Keskic 2, Durmaz, Schluroff, Walter je 1, Gerntke, Sanchez, Fritz, Rebelo HSG Ostsee: Rost, Haß - Möller 9, Mendle 5, Mißling 5, Engelmann 4, Barthel 1, Litzenroth 1, Swoboda, Lüdtke, Poley, Ambrosius